Warum Schutz bei der energetischen Arbeit so wichtig ist!

Warum Schutz bei der energetischen Arbeit so wichtig ist!

In der spirituellen Szene gibt es die Meinung, dass wenn man nur mit lichtvollen Energien arbeitet keinerlei Schutz nötig ist, wie einen Schutzkreis zu ziehen, schützende Kristalle zu verwenden oder ähnliches, denn schließlich zieht “Gutes” ausschließlich “Gutes” an. Meine Erfahrung ist eine andere. Gerade wenn man starke Lichtarbeit verrichtet ist dieser umso wichtiger!

Unsere Gesellschaft befindet sich größtenteils in einem Zustand welchen ich als Dämmerschlaf bezeichnen würde. Dies hat viel mit der modernen Lebensweise zu tun. Ungesunde Ernährung, Süchte, Dauerstress, Abgase, Großstadtluft, Fernsehen und Dauerwerbung lullen uns ein und vernebeln den Geist, so dass wir die meiste Zeit im Autopilot unterwegs sind.

Wenn man nun einen kraftvollen Moment der Klarheit erlebt, sei es in der Meditation, im Ritual oder in der Heilungsarbeit dann zeigt sich dies auf energetischer Ebene wie wenn man in der Nacht einen Leuchtturm entzündet! Plötzlich sticht man aus der Masse heraus, man wird sichtbar und das über Tausende von Kilometern und nicht nur für die lichtvollen Ebenen!

Natürlich gibt es auch antagonistische Kräfte, die daran interessiert sind, dass die Welt weiterhin orientierungslos vor sich hin stolpert, anstatt große Durchbrüche zu erleben. Und je heller das Licht strahlt, desto schneller ist auch der Gegenpol zur Stelle um durch Abschreckung, Ablenkung oder Hindernisse dieses wieder zu dimmen.

Ich hatte einmal während einer Meditation einen kleinen Erleuchtungsmoment, wo etwas in meinem Kopf aufging und dieser in einem gleißenden Licht erstrahlte, gleich einer Blüte die sich der aufgehenden Sonne entgegenstreckt. Zeitgleich sah ich einen Schatten vor mir auftauchen, von dem ich deutlich spürte, dass er wie die Motten vom Licht angezogen wurde. Blitzartig lief er auf mich zu und durch mich hindurch, mit dem Ziel mich abzulenken, was ihm gelang, da ich mich so erschreckt hatte, dass ich sofort aus dem Zustand herausfiel.

Ein zweites Mal arbeitete ich mit der violetten Flamme der Transformation, welche sehr kraftvoll ist und viel Licht generiert. Als ich spürte wie mein ganzes Zimmer erhellt wurde, sah ich vor meinem geistigen Auge wie sich unzählige Schatten meinem Haus näherten. Es war ein bisschen so wie in dem Film Harry Potter und der Gefangene von Askaban, wo die Dementoren um Howarts kreisen, auf der Suche nach Sirius Black. Ich weiß noch das ich dachte “Mist du hast keinen Schutzmantel um das Haus gelegt!”, sofort unterbrach ich die Mediation, um nicht zum Angriffsziel zu werden und nahm mir vor, mich beim nächsten Mal besser vorzubereiten.

Es muss aber nicht immer gleich so dramatisch sein, einmal meditierte ich sitzend auf meinem Bett. In dem Moment wo meine Gedanken verstummten und ich in einen Zustand reiner geistiger Präsenz sank, kam auf einmal der Geist eines wohl kürzlich verstorbenen Mannes in mein Zimmer. Er hatte eine sehr sanfte Art und ich spürte wie unangenehm es ihm war, dass er so ungefragt in mein Schlafzimmer platzte! Doch etwas beschäftigte ihn und er war auf der Suche nach Hilfe.

Das Leuchten welches ich ausstrahlte fungierte wie ein Portal und machte mich für ihn sichtbar. In bayerischem Dialekt sagte er, dass er seine Frau suchen würde. Ich hatte das Gefühl, dass sie bereits vor ihm gestorben war, deshalb sagte ich, das er ins Licht gehen müsste. Leider spürte ich, dass er mit dieser Antwort nicht viel anfangen konnte, da er sie nach wie vor auf der physischen Ebene suchte und verwirrt war, dass er sie nirgends fand. So nett dieser alte Bayer auch war, er hat mich dennoch in einem Maße abgelenkt, dass ich trotz bestem Willen die Konzentration nicht mehr aufbringen konnte um weiter zu meditieren.

Von dem her ist es meiner Meinung nach unerlässlich bei energetischer Arbeit einen starken Schutz aufzubauen, welcher sowohl vor Ablenkung als auch vor Angriffen schützen soll, denn auch wenn man die Absicht hat “nur freundliche Energien” einzuladen, gibt es dennoch das Gesetz der Polarität, was beinhaltet, dass Gegensätze sich genauso anziehen wie gleichgesinntes.

Der österreichische Arzt und Psychotherapeut Rüdiger Dahlke sagte einst, dass er glaubt, das Menschen die das Polaritätsgesetz ignorieren eine Art dunkle Seite in der eigenen Persönlichkeit erschaffen, was man wie ich finde wunderbar an der Good-Vibes-Only Einstellung vieler spiritueller Menschen erkennen kann, welche die Existenz eines dunklen Gegenpols entweder komplett ignorieren (existiert nicht) oder mit typischen Love n’ Light Phrasen übertünchen wollen.

Dadurch entsteht die Dunkelheit, welche sie im Außen nicht wahrhaben wollen, in Form eines blinden Flecks im Inneren, indem alles was mit diesem Thema zu tun hat unterdrückt wird.

Fakt ist jedoch das das Polaritätsgesetz dafür sorgt, dass der Gegenpol Teil des natürlichen Wechselspiels des Lebens bleibt und sich auch nicht durch eine Überbetonung auf das Licht “wegdrücken” lässt, egal wie sehr man sich “ausschließlich” darauf fokussiert! 

Der beste Schutz ist für mich deshalb das Wissen um diese Polarität und das man sowohl die Schatten als auch das Licht als natürlichen Teil der polaren Existenz anerkennt, während man konkrete schützende Maßnahmen ergreift, gerade bei der energetischen oder rituellen Arbeit.

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