Warum wir KEINE karmische Lernaufgabe mit dem Seelenpartner haben!

Warum wir KEINE karmische Lernaufgabe mit dem Seelenpartner haben!

Oftmals sehe ich wie Menschen welche in toxischen Auf- und Abbeziehungen feststecken, diese Dynamik dadurch rechtfertigen, dass sie eine „gemeinsame“ karmische Lernlektion haben. Bei dem Wort „gemeinsam“ fängt aber schon das große Missverständnis an. Jede Wunde die wir im Inneren tragen erzeugt eine Projektion im Außen. Das Außen ist sozusagen die Leinwand für die Projektion. Das heißt wenn wir die Wunde des „Mangels an Selbstliebe“ in uns tragen, wird diese Wunde dafür sorgen, dass sie die entsprechenden Projektionen erzeugt, z.B. in Form eines Partners mit welchem wir immer nur „Mangel“ erleben. Doch anstelle die Projektion als das zu sehen was sie ist, eben ein Spiegelbild unserer Wunde im Außen, individualisieren wir diese und verbinden sie mit einem ganz konkreten Menschen. Durch diese Personifizierung verliert die Wunde ihre „Allgemeinheit“ und dies schafft starke toxische Glaubenssätze wie “Oh es ist eben Karma…” 

Oftmals hat diese Personifizierung auch einen starken heroischen Touch, eine Art “Romeo und Julia” Leidensmentalität, was zu totaler Selbstentmachtung führen kann, wenn man ernsthaft glaubt, aufgrund des Karmas leiden zu müssen, anstelle eine Wahlmöglichkeit zu haben!

Viele mögen sich nun aber frage, wenn es kein “Karma” ist, warum schaffe ich es dann nicht aus dieser toxischen Beziehung? Dies hat mit der Beschaffenheit der Wunde zu tun. Rede mit deiner Wunde, als wäre sie ein gleichberechtigtes Gegenüber, dann wirst du auf alle möglichen Glaubenssätze stoßen wie “Ich bin erst wirklich liebenswert, wenn ich 5 kg abgenommen habe” oder “ich muss nur lange genug warten, irgendwann wird er meinen Wert erkennen…”.

Es ist die Kombination von negativer Überzeugungen, welche gleich eines Spinnennetzes, ein Milieu im Inneren erzeugt, dass es uns so schwer macht aus der toxischen Situationen auszusteigen! Dieses toxische Wollknäul muss dann Faden für Faden entzerrt und durch positive Glaubenssätze ersetzt werden. Dies macht man am besten, indem man sich das Gegenteil vor Augen führt, dass wahre Liebe nicht betteln muss, oder Schönheit im Auge des Betrachters liegt und der richtige Mensch einen genau so lieben wird wie man ist (inkl. der zusätzlichen 5 kg!). 

Das Gegenüber fungiert dabei nur als Spiegel um auzuzeigen wie weit der Selbstheilungsprozess schon ist. Diese Spiegelung ist aber nicht zu verwechseln mit “persönlichem Karma”, welches Person A und B aneinander bindet. Denn dann würde sich dieses nicht als ständige Wiederholung manifestieren! Oftmals ist der Partner nicht der erste, welcher diese Wunde im Außen reflektiert!

Doch genau diese Wiederholung zeigt an, dass wir es mit einem „Muster“ zu tun haben, welches in uns ist und nicht individuell mit einer speziellen Person verbunden ist. Der Mensch welcher in unser Leben trat ist nur eines der vielen Gesichter, welche diese Wunde annehmen kann. 

Zusammenfassend kann man sagen: Wir haben es also mit einem karmischen Muster zu tun und nicht mit einem karmischen Lebenspartner. Dies ist eine wunderbare Nachricht, denn es bedeutet, dass wir dieses Muster jederzeit hinter uns lassen können, außer man schafft sich ein eigenes Gefängnis, eben durch jene toxischen Glaubenssätze, dass hier noch “viel Karma” aufzuarbeiten ist. Diese Glaubenssätze führen dazu, dass wir ständig mit der “Projektion” beschäftigt sind und sich mit ihr im Kampf befinden, anstelle die Kassette im Filmrekorder zu wechseln, welche uns automatisch ein anderes Bild auf die Leinwand wirft. 

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