Der Ruf der Göttin – Der Ruf Avalons!

Der Ruf der Göttin – Der Ruf Avalons!

Ich kann mich noch erinnern als ich das erste Mal den Göttinnen Tempel in Glastonbury besucht habe. Ich war damals mit einer spirituellen Reisegruppe unterwegs und hörte das erste Mal von einer “Göttin”. Na ja, habe ich mir damals gedacht, ist halt ein anderes Wort für Gott, im Endeffekt meinen wir ja alle das selbe, egal wie wir es nun nennen. Ich muss sagen, da lag ich gewaltig falsch. Das wurde mir erst klar, als mich der Ruf der Göttin traf. “Treffen” bringt es so ziemlich genau auf den Punkt, denn meine erste Reaktion auf ihren Ruf war ungefähr so: “Was?! Nein!! Nie im Leben! Da muss eine Verwechslung vorliegen!!” Eine meiner herausfordernsten Wunden in diesem Leben kommt von der mütterlichen Seite. Und meine Reaktion auf alles weiche, weibliche war zu diesem Zeitpunkt so ziemlich genau eine starke Form von Ablehnung. Und nun spürte ich den Ruf der Göttin, der Urform aller Weiblichkeit, wie sie mit einer Vehemenz auf mich zeigte, welche ich nicht ignorieren konnte.

Warum seid ihr hier?

Nun war ich also das erste Mal in meinem Leben in Glastonbury, einer Stadt von der ich zuvor noch nie etwas gehört hatte, geschweige denn von seiner Assoziation mit Avalon oder einer Göttin. An unserem zweiten Tag sagte unsere Reiseleiterin dann zu uns, dass wir fragen sollen “Warum wir hier sind?”. Ich fand diese Frage relativ merkwürdig, es war doch klar warum ich hier bin! Ich bin Teil einer Reisegruppe, wir verbringen hier eine Woche und reisen dann wieder zurück nach Hause, nach Deutschland. Aus und Punkt, was soll es da noch mehr geben?

Schaut nach den Zeichen!

Okay, das war also die Vorgabe. Wir sollten unsere Augen und unsere Sinne öffnen um die Zeichen wahrzunehmen. Am Schluss sollten wir die Zeichen dann zusammenfügen, so wie ein Puzzel, welches uns die Antwort auf die Frage “Warum wir wirklich hier sind” geben wird.

Schau in deine Hand!

Während unseres Glastonbury Aufenthalts, waren wir in einem der wunderschönen Häuser des Chalice Well Gardens untergebracht. Das war einfach toll, ich liebe diese alten, typisch englisch eingerichteten Häuser mit seinen schweren Sofas, den Vorhängen und der offenen Feuerstelle! Und natürlich hatten wir dadurch auch 24 Stunden Zugang zum Chalice Well Garden. Es gab da auch einen angrenzenden Seminarraum, wo wir uns ab und zu versammelten. Während wir also in diesem Seminarraum waren und Desiree, eine der leitenden Schamaninnen über etwas sprach, hörte ich auf einmal diese Stimme in meinem Kopf “Schau in deine Hand!”. Es war so eine klare Stimme, als wie wenn jemand direkt neben mir stehen würde und mit mir sprechen würde. Ich habe dann intuitiv meine Handfläche umgedreht um mir die Innenseite anzusehen und in diesem Moment waren alle meine Handlinien wie ausradiert! Nur an einer Stelle zeigte sich klar und deutlich ein Pentagram! Wow ein Pentagram in meiner Hand, war mein erster Gedanke, obwohl mir das Zeichen zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nichts sagte. Das Pentagram kam dann noch mehrmals während meines gesamten Englandaufenthalts zu mir. Als Muster auf einem Boden, an einer Wand in einem Bild…. es hat mich fast schon verfolgt. Ich muss sagen, dass ich das ein bisschen gruselig fand. Was will mir die spirituelle Welt damit sagen? Dass ich ein böser Mensch bin? Denn ich kannte das Pentagram ja bisher nur im Zusammenhang mit dem was die patriarchal geprägte Medienwelt aus einem der ältesten Symbole der Göttin gemacht hat, ein Symbol für dunkle, böse, schwarz-magische Hexen! Buhhhhhh! Habt ihr jetzt Angst? Ich hatte es ein bisschen oder zumindest war es mir etwas unheimlich!

Die weiße Frau im Apfelgarten

An unserem letzten Tag in Glastonbury haben wir den Apfelorchard von Avalon besucht. Ein wunderschöner Obstgarten unterhalb vom Tor, einer der heiligen Hügel Avalons. Die beiden Schamanen, welche unsere Reiseleiter waren, luden uns ein es sich unterhalb eines der vielen Apfelbäume gemütlich zu machen. Ich hatte sofort den Impuls zu einem bestimmten Baum zu gehen und mich da ins hohe saftige Gras zu setzen. Es gab keine genauen Anweisungen was wir nun tun sollten, ob wir uns mit dem Baum verbinden sollen oder einfach nur ein bisschen relaxen können. Also dachte ich mir, dass ich ja etwas meditieren könnte. Ich muss sagen Meditation ist nicht eine meiner Königsdisziplinen, also dauerte es keine fünf Minuten, bis meine oberflächliche Konzentration wieder dahin war und ich die Augen öffnete. Als ich nach oben in die Krone des Baumes blickte, sah ich diese wunderschöne weiße Frau. Ihre Haare wehten im Wind, obwohl es windstill war und sie blickte durch die Äste zu mir herunter. Sie lächelte mich sanft an und ihr ganzes Wesen war durchdrungen von unendlicher Liebe und Mitgefühl. In diesem Moment merkte ich, wie sich eine Gestalt regte, welche tief in mir verborgen zu sein schien. Es fühlte sich an wie ein zweites Ich, dass sich da langsam in mir erhob um in die Welt hinaus zu blicken. Sie war so sanft und liebevoll und als sie die Schönheit dieses Apfelgartens sah, ging ihr ein Gedanke durch den Kopf “Oh wie schön ist es hier in dieser Welt!”. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich viele Jahrhunderte lang versteckt hatte, hinter den Wunden und Verletzungen vieler vergangener Leben, die eine harte Kruste, wie ein Schutzpanzer gebildet haben. Damals wusste ich nicht wer dieses zarte Wesen war. Es wurde mir erst viel später klar, als ich dem Ruf der Göttin folgte, dass sie mir in diesem Moment mein wahres Ich, mein Priesterinnen Selbst zeigte. Und seit ich dem Weg folge, wieder eine Priesterin der alten Wege zu werden, arbeite ich daran, dieses wunderschöne Wesen in diese Welt zurück zu holen.

Die Bedeutung des Pentagrams

Als ich wieder in Deutschland zurück war, wollte ich natürlich sofort wissen, was es mit dem Pentagram auf sich hatte. Also durchsuchte ich das halbe Internet nach seiner Bedeutung und Symbolik. Aber ich fand nichts was wirklich mit mir resonierte. Das gibt es doch nicht dachte ich mir, das Internet ist riesig und dennoch finde ich nichts, war wirklich zu mir sprach? Wie kann das sein? Also legte ich die Mission “Bedeutung des Pentagrams herausfinden” erstmals wieder beiseite. Als ich dann ein paar Tage später anfing ein Buch zu lesen, welches ich mir aus Glastonbury mitbrachte, machte es bei einem Satz auf einmal “Klick”. Es war das Buch von Kathy Jones “Avalon: Der Pfad der Göttin. Antike Mysterien und moderne Wege.” In dem Kapitel über Samhain schrieb sie, dass das Pentagram das Symbol der Göttin ist und ganz besonders der dunklen Göttin, welche zu Samhain verehrt wird. In diesem Moment “wusste” ich dass die Göttin mich gerufen hat!

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